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Logopädie
Was ist Logopädie?
Logopädie (von griechisch: logos = Wort, Sinn; paideia = Unterricht, Erziehung) befasst
sich mit dem Gebiet der Kommunikation und speziell mit den Kommunikationsstörungen.
Die Aufgabe der Logopädin ist es, durch eine gezielte Behandlung die Kommunikationsfähigkeit
von Sprachbehinderten zu verbessern oder wieder herzustellen. Ihre Tätigkeit reicht von der
Behandlung eines wenig auffälligen Kindes, das einen Sprachlaut ungenau ausspricht,
bis zur Abklärung und Therapie schwer sprachbehinderter Patienten jeden Alters, deren
Sprech-, Lese- oder Schreibvermögen total gestört ist.
Sprachstörungen
Die Sprache ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel. Sie ist das „Fenster der Seele"
und schafft den Zugang zum Mitmenschen. Da wir nicht nur in Bildern, sondern auch in Worten
und Sätzen denken, ist die Sprache auch Trägerin der Gedanken. Die Sprache hat deshalb im
Leben eines jeden Menschen zentrale Bedeutung.
Eine gestörte Sprache kann zu Kontaktschwierigkeiten und zur Vereinsamung führen und
behindert die soziale und berufliche Entwicklung eines Menschen.
Sprachstörungen können zu einem grossen Teil behoben oder zumindest vermindert werden.
Voraussetzung dazu ist ihre frühzeitige Erkennung und Behandlung.
Die häufigsten Sprachstörungen
- Störungen der Lautbildung – zum Beispiel: Stammeln: „En lote Sue - en rote Schue"
- Störungen des Wortgebrauchs – zum Beispiel: Verzögerte Wortfindung: „Eh....eees.....
wie heisst’s......zum Trinke.....es Glas"
- Störungen des Satzgebrauchs – zum Beispiel: Dysgrammatismus: „Das Öpfel ich
ässe möchti nid"
- Störungen des Redeflusses – zum Beispiel: Stottern: „s’MaMaMami ggggat
go ppppposchte"
- Störungen der Stimmbildung – zum Beispiel: Heiserkeit durch falschen
Gebrauch der Stimme
- Lese- und Schreibstörungen – dazu gehört unter anderem die sogenannte
Legasthenie
- Schluckstörungen
Ursachen
Sprachstörungen beruhen auf angeborenen oder im frühen Kindesalter erworbenen
Organschädigungen, beziehungsweise auf Störungen in der körperlichen, psychischen
oder geistigen Entwicklung. Ebenso können mangelnde sprachliche Förderung oder
Anregung durch die Umwelt, Nachahmung schlechter Sprachvorbilder sowie Mehrsprachigkeit
eine Verzögerung oder Störung der Sprachentwicklung verursachen.
Auch Unfälle (z.B. Schädelverletzungen) und Krankheiten (Schlaganfälle, Hirntumore u.a.)
können schwere Sprachstörungen bis zur totalen Sprechunfähigkeit (wie z.B. Aphasie
und Anarthrie) zur Folge haben.
Therapie
Die häufigste logopädische Behandlungsform stellt die Einzeltherapie dar. Die Logopädin
nimmt zum Beispiel das sprachbehinderte Kind ein- bis zweimal pro Woche für ca. 30 bis
50 Minuten in Therapie. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrpersonen usw.
eine wichtige Rolle.
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